Eine der grössten Lebensqualitätsverbesserungen, die das All-on-4 Verfahren mit sich bringt, ist die Rückkehr zu einem nahezu uneingeschränkten Essgenuss. Patienten, die jahrelang mit schlecht sitzenden Prothesen oder fehlenden Zähnen gelebt haben, erleben nach der Versorgung häufig eine tiefe Erleichterung – das Essen wird wieder zum Genuss.
In der Heilungsphase – also in den ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff – gelten klare Einschränkungen: Ausschliesslich weiche, schonende Speisen sind erlaubt. Dazu gehören Joghurt, Suppen, Kartoffelpüree, weiches Fleisch, Fisch, Eier, weiches Brot und ähnliches. Harte, zähe oder krossen Speisen können die frisch gesetzten Implantate in dieser Phase mechanisch belasten und die Osseointegration (Knochen-Implantat-Verbindung) gefährden.
Nach dem vollständigen Einheilen der Implantate und dem Einsetzen der definitiven Brücke – in der Regel nach drei bis sechs Monaten – können die meisten Patienten wieder nahezu alles essen, was sie möchten: Fleisch, Brot, Äpfel, Nüsse, rohes Gemüse, knuspriges Baguette. Die Beissfunktion der All-on-4 Brücke ist mit der natürlicher Zähne vergleichbar und deutlich besser als die einer herkömmlichen Prothese.
Es gibt jedoch einige dauerhafte Empfehlungen: Extrem harte Speisen – wie ganze Nüsse in der Schale, Eiswürfel kauen oder sehr harte Bonbons – sollten auch mit festen Implantatzähnen vermieden werden, da sie die Brücke mechanisch überbeanspruchen können. Patienten mit Bruxismus sollten zusätzlich eine Schutzschiene tragen, um die Brücke vor übermässigem Verschleiss zu schützen.
Insgesamt ermöglicht das All-on-4 Verfahren eine Rückkehr zu normaler Lebensqualität beim Essen – eines der grössten Geschenke, das die moderne Implantologie für Patienten mit Zahnverlust bereithält.