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Zähne ersetzen All-on-4® Feste Zähne an einem Tag

Feste Zähne an nur einem Tag bleiben nicht länger ein Wunschdenken. Durch innovative Operationstechniken und computerunterstützte Planung erfüllen wir Ihnen diesen Wunsch und verleihen zahnlosen Patienten in nur einem Tag wieder einen festen Biss.

All on 4

Wann

Das ALL-ON-4® Verfahren (auch bekannt als Pro Arch oder „Tooth in 1 Hour“ / „feste Zähne in einer Stunde“) wenden wir bei Patienten an, die in einem oder beiden Kiefern zahnlos sind oder nur noch wenige stark beschädigte Zähne haben. Diese Patienten leiden oft unter dem Einfluss von unschönen Prothesen auf ihr Aussehen oder können nicht alles essen, was sie möchten, da schlecht sitzender Zahnersatz oder lockere Zähne dies verhindern.

Das Verfahren wird besonders von beruflich stark eingebundenen Patienten geschätzt, die sich keine langen Fehlzeiten leisten können oder wollen.

Wie

Der Vorteil des ALL-ON-4® Verfahrens liegt darin, dass mit nur 4 miteinander verbundenen Implantaten pro Kiefer eine festsitzende Brücke direkt nach dem Entfernen der nicht mehr erhaltungswürdigen Zähne eingesetzt werden kann. In der Regel kann auf eine provisorische Versorgung verzichtet werden, was dem Patienten erhebliche Kosten für den provisorischen Zahnersatz (ca. 1500 CHF pro Kiefer) spart.

Dank einer speziellen Einsetz-Technik der Implantate und einer 3-dimensionalen computergestützten Planung ist dies auch bei Patienten mit stärkerem Knochenabbau (z.B. durch jahrelanges Tragen einer Totalprothese oder nach einem Unfall) möglich, die sonst aufwendige Knochenaufbauten benötigen würden.

Material

Die Implantate für das ALL-ON-4® Verfahren bestehen, wie herkömmliche Implantate, aus hochreinem Titan Grad 5, das auch für Knie- und Hüftprothesen verwendet wird. Dieses Material ist äusserst biokompatibel, sehr belastbar und hervorragend verträglich.

Die auf den Implantaten verschraubten Brücken bestehen aus einem präzisionsgefertigten Titan- oder Vollkeramikgerüst und sind mit natürlich aussehenden Keramikzähnen ausgestattet.

Kosten

Die Kosten für einen Kiefer liegen bei etwa CHF 20'000. Bei Trägern von Totalprothesen, die sich wieder feste Zähne wünschen, können wir häufig einen Preis von CHF 19'000 pro Kiefer anbieten.

Zusätzlich fallen nur die Kosten für eine eventuell gewünschte Vollnarkose an, falls der Patient dies wünscht.

Kosten BrĂĽcke auf 4 Implantaten, pro Kiefer, exkl. Narkose

Best Price
CHF 19'900.-
  • Auf Medentis ICX Implantaten
  • mit laborgefertigter BrĂĽcke
Best Value
CHF 20'900 – 24'900.-
  • Auf Nobel Biocare Replace CC PMC Implantaten
  • mit gefrästen TitangerĂĽst unter laborgefertigter BrĂĽcke
High End
CHF 25'900 – 29'900.-
  • Auf Nobel Biocare Replace CC PMC Implantaten
  • mit gefrästen ZirkonoxidgerĂĽst unter laborgefertigter Vollkeramik-BrĂĽcke

FAQ: Die häufigsten Fragen zum Thema All-on-4

Die Haltbarkeit von All-on-4 Implantaten ist eine der zentralen Fragen für Patienten, die sich für diese Behandlung interessieren – schliesslich handelt es sich um eine der grössten Investitionen, die man in die eigene Mundgesundheit tätigen kann. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege und regelmässigen Kontrollen sind All-on-4 Implantate auf Lebenszeit ausgelegt.

Die Implantate selbst – also die Titanstifte, die im Kieferknochen verankert werden – haben eine sehr hohe Erfolgsrate: Langzeitstudien über 10 bis 15 Jahre zeigen, dass über 95 Prozent der Implantate dauerhaft stabil im Knochen verbleiben. Titan ist ein Material, das vom Körper nahezu vollständig toleriert wird und durch einen Prozess namens Osseointegration fest mit dem Knochen verwächst. Diese Verbindung ist in der Regel so stabil, dass die Implantate lebenslang halten können.

Die Brücke auf den Implantaten – also der sichtbare Zahnersatz – unterliegt hingegen einem gewissen Verschleiss und muss nach typischerweise 10 bis 20 Jahren erneuert werden. Die genaue Lebensdauer hängt vom Material (Titan- oder Zirkonoxidgerüst, Keramikverblendung) sowie vom Kauverhalten und der Pflege ab. Patienten mit starkem Bruxismus (Knirschen und Pressen) sollten zum Schutz der Brücke nachts eine Schutzschiene tragen.

Entscheidend für die Langlebigkeit des gesamten All-on-4 Systems ist die konsequente Mundhygiene: Regelmässiges Reinigen mit geeigneten Hilfsmitteln, professionelle Zahnreinigungen alle drei bis sechs Monate und regelmässige Kontrolluntersuchungen sind unerlässlich. Bei guter Pflege und gesunden Lebensgewohnheiten – insbesondere Nichtrauchen – ist das All-on-4 Verfahren eine sehr langlebige Lösung für feste, funktionelle und ästhetisch überzeugende Zähne.

Die Nachsorge nach All-on-4 ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg der Behandlung. Viele Patienten sind nach dem Eingriff erleichtert, dass sie noch am selben Tag mit festen Zähnen die Praxis verlassen – aber die Heilungsphase und die richtige Nachsorge sind ebenso wichtig wie die Operation selbst.

In den ersten 24 bis 48 Stunden nach dem Eingriff sollten Sie körperliche Anstrengung vermeiden und sich ausreichend ausruhen. Schwellungen, leichte Schmerzen und ein allgemeines Druckgefühl sind in dieser Phase vollkommen normal. Kühlpacks, die sanft von aussen auf die Wangen gelegt werden, helfen, die Schwellung zu reduzieren. Nehmen Sie die vom Zahnarzt verschriebenen Schmerzmittel und Antibiotika konsequent ein – sie unterstützen die Heilung und beugen Infektionen vor.

Die Ernährung in der Heilungsphase spielt eine wichtige Rolle: In den ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff sollten Sie ausschliesslich weiche Speisen zu sich nehmen – Suppen, Joghurt, Pürees, weiches Fleisch, Fisch und Ähnliches. Harte, zähe oder krossige Speisen können die frisch gesetzten Implantate belasten und den Heilungsprozess stören. Nach der Einheilphase können Sie schrittweise zur normalen Ernährung zurückkehren.

Die Mundhygiene muss von Anfang an sorgfältig durchgeführt werden: Sanftes Spülen mit einer antiseptischen Mundspülung in den ersten Tagen, gefolgt von regelmässigem, vorsichtigem Putzen mit einer weichen Zahnbürste. Spezielle Interdentalbürsten und Wasserflossen helfen, die Bereiche unter und um die Brücke sauber zu halten.

Regelmässige Kontrolltermine – zunächst wöchentlich, später monatlich und schliesslich je nach Mundhygiene viertel bis halbjährlich – ermöglichen es dem Behandlungsteam, die Osseointegration zu überwachen und bei Bedarf frühzeitig einzugreifen. Diese Nachsorgetermine sind nicht optional, sondern ein integraler Bestandteil des All-on-4 Konzepts.

Einer der häufigsten Gründe, warum Patienten ursprünglich glauben, für Implantate nicht geeignet zu sein, ist ein ausgeprägter Knochenschwund im Kiefer. Genau hier liegt einer der grössten Vorteile des All-on-4 Verfahrens: Es wurde spezifisch für Patienten entwickelt, die einen erheblichen Knochenschwund aufweisen – und kommt daher oft auch dann in Frage, wenn einzelne Standardimplantate nicht mehr möglich sind.

Der entscheidende Trick des All-on-4 Konzepts liegt in der geneigten Positionierung der hinteren zwei Implantate: Diese werden nicht senkrecht, sondern in einem Winkel von bis zu 45 Grad in den Kiefer eingesetzt. Dadurch können sie in Bereichen verankert werden, wo noch ausreichend Knochenvolumen vorhanden ist – typischerweise weiter vorne im Kiefer, wo der Knochenschwund weniger ausgeprägt ist.

Durch diese clevere Positionierung kann in vielen Fällen auf aufwendige Knochenaugmentationen (Knochenaufbauten) verzichtet werden, die bei herkömmlichen Implantaten notwendig wären. Das ist ein enormer Vorteil für Patienten: weniger Operationsschritte, kürzere Behandlungsdauer, geringere Kosten und ein schnelleres Ergebnis.

Allerdings hat auch das All-on-4 Verfahren seine Grenzen: Bei extremem Knochenschwund – wenn der Knochen so weit zurückgegangen ist, dass auch mit geneigten Implantaten keine stabile Verankerung möglich ist – kann ein Knochenaufbau dennoch notwendig werden, bevor Implantate gesetzt werden können.

Ob All-on-4 bei Ihrem Knochenbefund möglich ist, wird durch eine dreidimensionale Computertomographie (DVT) und eine gründliche Planung beurteilt. Diese Untersuchung zeigt dem Implantologen genau, wie viel Knochen vorhanden ist, wo er am dichtesten ist und wie die Implantate optimal positioniert werden können. In einem persönlichen Beratungsgespräch erhalten Sie eine klare Einschätzung Ihrer individuellen Situation.

Die Frage nach Schmerzen beim All-on-4 Eingriff ist für viele Patienten eine der wichtigsten vor der Entscheidung – und verständlicherweise mit gewisser Sorge verbunden. Schliesslich handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem Implantate in den Kieferknochen gesetzt werden. Doch die Realität ist für die meisten Patienten deutlich angenehmer als erwartet.

Während des Eingriffs selbst empfinden Sie keinen Schmerz: Die Behandlung wird entweder unter örtlicher Betäubung oder auf Wunsch unter Vollnarkose oder Dämmerschlaf (Sedierung) durchgeführt. Druck, Vibration und Geräusche sind während des Eingriffs möglich – aber kein Schmerzempfinden. Die Wahl der Anästhesieform besprechen Sie vorab individuell mit Ihrem Behandlungsteam.

In den ersten 24 bis 72 Stunden nach dem Eingriff ist ein Druckgefühl, ein Ziehen oder ein dumpfer Schmerz im Kieferbereich normal und zu erwarten. Die meisten Patienten beschreiben die postoperativen Beschwerden als gut tolerierbar, besonders wenn die verschriebenen Schmerzmittel konsequent eingenommen werden. Neben Schmerzen können auch Schwellungen und gelegentlich Blutergüsse (Hämatome) im Wangen- und Kieferbereich auftreten – diese sind harmlos und klingen in der Regel innerhalb einer Woche ab.

Nach etwa einer bis zwei Wochen normalisiert sich die Situation für die meisten Patienten deutlich. Die Implantate integrieren sich in dieser Zeit in den Knochen – ein Prozess, der drei bis sechs Monate andauert und in der Regel vollständig schmerzfrei verläuft.

Patienten, die sich besonders grosse Sorgen vor Schmerzen machen oder stark ängstlich sind, empfehlen wir das Gespräch über die Möglichkeit einer Vollnarkose oder Sedierung. In einer solchen Entspannungsumgebung erleben viele Patienten den Eingriff als kaum belastend und berichten im Nachhinein, dass ihre Befürchtungen weit übertroffen wurden.

Eine der grössten Lebensqualitätsverbesserungen, die das All-on-4 Verfahren mit sich bringt, ist die Rückkehr zu einem nahezu uneingeschränkten Essgenuss. Patienten, die jahrelang mit schlecht sitzenden Prothesen oder fehlenden Zähnen gelebt haben, erleben nach der Versorgung häufig eine tiefe Erleichterung – das Essen wird wieder zum Genuss.

In der Heilungsphase – also in den ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff – gelten klare Einschränkungen: Ausschliesslich weiche, schonende Speisen sind erlaubt. Dazu gehören Joghurt, Suppen, Kartoffelpüree, weiches Fleisch, Fisch, Eier, weiches Brot und ähnliches. Harte, zähe oder krossen Speisen können die frisch gesetzten Implantate in dieser Phase mechanisch belasten und die Osseointegration (Knochen-Implantat-Verbindung) gefährden.

Nach dem vollständigen Einheilen der Implantate und dem Einsetzen der definitiven Brücke – in der Regel nach drei bis sechs Monaten – können die meisten Patienten wieder nahezu alles essen, was sie möchten: Fleisch, Brot, Äpfel, Nüsse, rohes Gemüse, knuspriges Baguette. Die Beissfunktion der All-on-4 Brücke ist mit der natürlicher Zähne vergleichbar und deutlich besser als die einer herkömmlichen Prothese.

Es gibt jedoch einige dauerhafte Empfehlungen: Extrem harte Speisen – wie ganze Nüsse in der Schale, Eiswürfel kauen oder sehr harte Bonbons – sollten auch mit festen Implantatzähnen vermieden werden, da sie die Brücke mechanisch überbeanspruchen können. Patienten mit Bruxismus sollten zusätzlich eine Schutzschiene tragen, um die Brücke vor übermässigem Verschleiss zu schützen.

Insgesamt ermöglicht das All-on-4 Verfahren eine Rückkehr zu normaler Lebensqualität beim Essen – eines der grössten Geschenke, das die moderne Implantologie für Patienten mit Zahnverlust bereithält.

Die Reinigung von All-on-4 Zähnen ist ein Thema, das alle Patienten nach dem Eingriff beschäftigt. Obwohl die Brücke festsitzend ist und sich wie echte Zähne anfühlt, braucht sie eine spezifische Pflegeroutine – denn unter und um die Brücke herum können sich Bakterien und Ablagerungen ansammeln, die langfristig zu Periimplantitis (Entzündung um das Implantat) führen können.

Das Herzstück der täglichen Pflege ist die Reinigung der Bereiche zwischen Brücke und Zahnfleisch: Da die Brücke auf den vier Implantaten verschraubt ist und über dem Zahnfleisch liegt, entsteht darunter ein Spalt, der sorgfältig gereinigt werden muss. Die effektivsten Hilfsmittel dafür sind Superfloss-Zahnseide (mit einem steifen Anfang, der unter die Brücke geführt werden kann), Interdentalbürsten in geeigneter Grösse und ein Wasserflossen (Oral-Irrigator), der die Bereiche unter der Brücke mit einem Wasserstrahl durchspült.

Das Zähneputzen der sichtbaren Oberflächen der Brücke erfolgt mit einer weichen Zahnbürste oder einer elektrischen Zahnbürste und einer fluoridfreien oder milden Zahnpasta – da starke Schleifmittel die Keramikoberfläche angreifen können. Das Putzen sollte zweimal täglich stattfinden, die Reinigung der Unterseite mindestens einmal täglich.

Professionelle Zahnreinigungen beim Dentalhygieniker sind für All-on-4 Patienten besonders wichtig: Idealerweise alle drei bis vier Monate, damit professionelle Instrumente die Stellen erreichen, die mit häuslichen Mitteln nicht vollständig gereinigt werden können. Spezielle Instrumente für Implantate – aus Titan oder Kunststoff statt Metall – verhindern dabei Kratzer auf der Implantatoberfläche.

Mit der richtigen Pflegeroutine bleibt die All-on-4 Versorgung langfristig gesund, hygienisch und ästhetisch einwandfrei – und die Implantate können ein Leben lang stabil bleiben.

Die Frage, ob Raucher All-on-4 Implantate erhalten können, ist wichtig und wird in der Praxis häufig gestellt. Die ehrliche Antwort lautet: Rauchen ist einer der grössten Risikofaktoren für den Misserfolg von Implantaten – aber es bedeutet nicht zwingend, dass eine Behandlung ausgeschlossen ist.

Nikotin und die zahlreichen Schadstoffe des Zigarettenrauchs beeinflussen die Heilung auf mehreren Ebenen negativ: Sie reduzieren die Durchblutung des Gewebes, hemmen die Immunabwehr, verlangsamen die Wundheilung und stören die Osseointegration – also das Einwachsen der Implantate in den Knochen. Studien zeigen klar, dass bei Rauchern das Risiko, dass ein Implantat nicht einheilt oder langfristig verloren geht, zwei- bis dreimal höher ist als bei Nichtrauchern.

Das bedeutet in der Praxis: Für Patienten, die rauchen und eine All-on-4 Behandlung wünschen, ist es dringend empfohlen, vor dem Eingriff mit dem Rauchen aufzuhören – idealerweise mindestens zwei Wochen vor der Operation und für mindestens zwei bis drei Monate danach. Dieser Zeitraum umfasst die kritische Phase der Osseointegration, in der die Implantate sicher einheilen müssen.

Viele Patienten nutzen die bevorstehende Behandlung als Motivation, das Rauchen dauerhaft aufzugeben – ein Entscheid, der der Mundgesundheit und der Gesamtgesundheit gleichermassen zugutekommt.

Patienten, die trotz Aufklärung weiterhin rauchen möchten, können in manchen Fällen trotzdem behandelt werden – allerdings mit einem erhöhten Risikobewusstsein auf beiden Seiten. Das Behandlungsteam bespricht in solchen Fällen offen, welche Risiken eingegangen werden und wie diese minimiert werden können. Eine individuelle Risikoabwägung im persönlichen Gespräch ist unerlässlich.

Der Vergleich All-on-4 vs. All-on-6 ist eine häufige Frage, sobald Patienten beginnen, sich intensiver mit implantatgetragenem Vollzahnersatz zu beschäftigen. Beide Konzepte verfolgen dasselbe Ziel – einen kompletten Zahnbogen auf wenigen Implantaten festsitzend zu verankern – unterscheiden sich aber in einigen wesentlichen Aspekten.

Beim All-on-4 Verfahren wird der gesamte Zahnbogen auf vier Implantaten pro Kiefer befestigt. Zwei davon werden senkrecht im vorderen Kieferbereich gesetzt, zwei weitere werden gekippt (unter einem Winkel von bis zu 45 Grad) im hinteren Kieferbereich positioniert. Diese Neigung erlaubt es, auch bei geringerem Knochenangebot stabile Verankerungspunkte zu finden – ohne Knochenaufbau.

Beim All-on-6 Verfahren werden sechs Implantate pro Kiefer verwendet. Die zusätzlichen zwei Implantate bieten in der Theorie eine breitere Lastverteilung und mehr Stabilität – besonders im Bereich der Seitenzähne, wo die Kaukräfte am grössten sind. Für Patienten mit ausreichend Knochenvolumen kann All-on-6 daher eine attraktive Option darstellen.

In der klinischen Praxis zeigen jedoch langfristige Studien, dass die Erfolgsraten von All-on-4 und All-on-6 vergleichbar sind – vorausgesetzt, die Planung und Ausführung erfolgen durch ein erfahrenes Team. Das All-on-4 Konzept bietet den Vorteil, weniger invasiv zu sein (weniger Implantate, weniger Eingriffsstellen), was Heilungszeit und Komplikationsrisiko tendenziell reduziert.

All-on-6 kann vorteilhafter sein, wenn im vorderen Kieferbereich zu wenig Knochen für vier Implantate vorhanden ist und stattdessen im hinteren Bereich mehr Knochen genutzt werden soll, oder wenn der Zahnarzt aus biomechanischen Gründen mehr Abstützungspunkte für sinnvoll erachtet. Die Wahl zwischen den Systemen trifft der Implantologe nach sorgfältiger 3D-Planung mit einem DVT (Digitales Volumentomogramm) und in Absprache mit dem Patienten.

Die Gesamtdauer der All-on-4 Behandlung ist ein Thema, das für viele Patienten überraschend ist – positiv wie auch herausfordernd. Der Name «feste Zähne an einem Tag» beschreibt zwar den Operationstag korrekt, aber bis zu den endgültigen definitiven Zähnen vergehen in der Regel einige Monate.

Vor dem eigentlichen Eingriff steht die Planungsphase: Röntgenaufnahmen, eine DVT-Untersuchung (3D-Computertomographie), Modelle und die individuelle Behandlungsplanung. Diese Phase dauert je nach Praxis und Befund ca. zwei bis vier Wochen.

Am Operationstag selbst werden die nicht erhaltungswürdigen Restzähne entfernt, die vier Implantate gesetzt und eine provisorische Sofortbrücke eingeschraubt. Dieser Eingriff dauert je nach Komplexität zwei bis vier Stunden pro Kiefer. Sie verlassen die Praxis noch am selben Tag mit festen, funktionellen Zähnen – allerdings zunächst mit einem Provisorium.

Das Provisorium dient der Einheilphase, in der die Implantate mit dem Knochen verwachsen (Osseointegration). Dieser Prozess dauert in der Regel drei bis sechs Monate. In dieser Zeit werden Sie regelmässig kontrolliert, und das Provisorium wird bei Bedarf angepasst.

Nach vollständiger Osseointegration wird die definitive Brücke angefertigt: ein präzisionsgefertigtes Titan- oder Zirkonoxidgerüst mit keramischen Zähnen, das auf die Implantate verschraubt wird. Die Herstellung der definitiven Brücke dauert weitere vier bis sechs Wochen.

Von der ersten Konsultation bis zu den definitiven Zähnen vergehen somit in der Regel vier bis acht Monate. Für die meisten Patienten ist dieser Zeitraum gut tolerierbar – zumal sie während der gesamten Zeit mit der funktionellen Sofortbrücke versorgt sind und ihren Alltag normal leben können.

Die Frage zur Kostenübernahme von All-on-4 durch die Krankenkasse ist für viele Patienten angesichts der erheblichen Behandlungskosten von besonderer Relevanz. Die Antwort ist leider für die grosse Mehrheit der Patienten ernüchternd – aber es gibt einige wichtige Ausnahmen und Möglichkeiten, die es wert sind zu kennen.

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (KVG, Grundversicherung) übernimmt implantologische Behandlungen und damit auch das All-on-4 Verfahren grundsätzlich nicht. Zahnärztliche Behandlungen sind in der Schweiz generell vom KVG ausgeschlossen, sofern sie nicht klar definierten medizinischen Ausnahmeindikationen entsprechen.

Ausnahmen bestehen in spezifischen Situationen: Wenn der Zahnverlust auf eine schwere Allgemeinerkrankung zurückzuführen ist – beispielsweise auf bestimmte Krebserkrankungen, auf schwere Erkrankungen des Immunsystems oder andere klar definierte medizinische Zustände, bei denen die Zahnversorgung Teil einer notwendigen medizinischen Behandlung ist – kann die Grundversicherung Leistungen übernehmen. Ebenso übernimmt die Unfallversicherung (UVG) Kosten für zahnärztliche Behandlungen, wenn ein versicherter Unfall zum Zahnverlust geführt hat.

Bei angeborenen Fehlbildungen oder bestimmten schweren Entwicklungsstörungen kann auch die Invalidenversicherung (IV) zahnärztliche Leistungen übernehmen.

Zahnzusatzversicherungen bieten je nach Police eine Teilübernahme zahnärztlicher Behandlungskosten. Da All-on-4 eine sehr kostenintensive Behandlung ist, sind die Deckungsbeträge der meisten Zusatzversicherungen jedoch nicht ausreichend, um die Gesamtkosten wesentlich zu reduzieren. Es lohnt sich trotzdem, die eigene Police zu prüfen und eine Kostengutsprache vor Behandlungsbeginn einzuholen.

Da die Kosten in den meisten Fällen privat getragen werden, bieten viele Praxen transparente Offerten und Ratenzahlungsoptionen an. Lassen Sie sich in einem persönlichen Beratungsgespräch über alle Kostenfragen offen und vollständig informieren – so können Sie Ihre Entscheidung auf einer soliden Grundlage treffen.