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Zähne ersetzen Prothesen Endlich wieder alles essen

Der Zahnersatz von heute hat sich revolutionär verändert und bietet weit mehr als die traditionellen Prothesen von früher. Dank modernster zahntechnischer Verfahren und innovativer Materialien können Prothesen jetzt mit Implantaten, Druckknöpfen oder Teleskopen fest und sicher verankert werden. Erfahren Sie mehr, wie diese fortschrittlichen Lösungen nicht nur die Funktionalität, sondern auch das Aussehen Ihrer Zähne verbessern können.

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Wann

Prothesen werden in unserer Praxis hauptsächlich bei Patienten eingesetzt, die bereits so viele Zähne verloren haben, dass die Anfertigung einer Brücke oder eines anderen festsitzenden Zahnersatzes nicht mehr möglich ist.

Der Zahnersatz von heute ist jedoch nicht mehr mit den Prothesen von früher vergleichbar. Dank modernster zahntechnischer Verfahren und hochwertiger Materialien können Prothesen heutzutage mit Implantaten, Druckknöpfen oder Teleskopen fest und sicher verankert werden, was einen deutlich besseren Halt als früher bietet.

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Wie

Für die Anfertigung von Vollprothesen ist es entscheidend, die zahnlosen Kieferareale präzise zu beurteilen und die sogenannte Bisslage korrekt zu rekonstruieren. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Zahntechniker. Durch die sorgfältige Herstellung der Prothesen können optimaler Halt und Funktion gewährleistet werden, während die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten in Bezug auf die Ästhetik stets im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen.

Bei der Versorgung mit herausnehmbaren Teilprothesen müssen zunächst die erkrankten und nicht erhaltungswürdigen Zähne entfernt werden. Anschliessend dienen die verbleibenden gesunden Zähne als Ankerzähne für die Teilprothese. Eine korrekte Beurteilung der Lebenserwartung dieser Ankerzähne ist essenziell für eine präzise Prognose des neuen Zahnersatzes.

Zur Befestigung des Zahnersatzes an den Ankerzähnen stehen heute zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Mit Druckknöpfen, Geschiebe oder Doppelkronen können die Prothesen ohne sichtbare, ästhetisch störende Elemente eingesetzt werden.

Wenn die vorhandenen Zähne nicht ausreichend sind, kommen bei der Hybridprothese zusätzliche Implantate als Ankerelemente zum Einsatz.

Provisorisch oder Definitiv

Prothesen können sowohl als provisorischer Zahnersatz als auch als abnehmbarer oder herausnehmbarer Zahnersatz dienen, um eine Übergangslösung bis zur Anfertigung einer meist festsitzenden Rekonstruktion der fehlenden Zähne zu bieten. Wenn keine festsitzende Rekonstruktion angestrebt wird, können Prothesen auch als endgültiger Zahnersatz angefertigt werden.

Der abnehmbare Zahnersatz umfasst alle Arten von nicht festsitzenden Prothesen und wird in Vollprothesen und Teilprothesen unterteilt. Diese Prothesen werden entweder am Restzahnbestand befestigt oder ausschliesslich an der Schleimhaut im zahnlosen Kiefer angebracht.

Die moderne Prothetik bietet neben der klassischen Voll- und Teilprothese auch sogenannte Hybridprothesen. Diese Kombinationsprothetik wird zusätzlich durch Implantate verankert, was den Halt der Prothese verbessert und ästhetisch einschränkende Klammern vermeidet.

Bei sachgemässer Herstellung können Prothesen die Kaufunktion und Ästhetik der verbleibenden Zähne sowie des Patienten vollständig wiederherstellen.

Material

Im zahnmedizinischen Bereich kommen vor allem hypoallergene Kunststoffe zum Einsatz.

Moderne Vollprothesen bestehen heute zu 100 % aus Kunststoff, während Teilprothesen häufig noch ein Metallgerüst enthalten, an dem Halteelemente wie Druckknöpfe oder Doppelkronen befestigt werden. Dank der Verblendung mit zahnfleischfarbenem und zahnfarbenem Kunststoff ist das Metallgerüst jedoch nicht mehr sichtbar.

Auf Wunsch der Patienten fertigen wir gerne in Zusammenarbeit mit unseren zahntechnischen Laboren komplett metallfreie Teilprothesen an.

Der Herstellungsprozess eines herausnehmbaren Zahnersatzes

1. Umfangreiche zahnmedizinische Konsultation und Untersuchung

Wir starten mit einer Konsultation, in der wir Ihre Zähne umfassend untersuchen. Oft führen wir ein Panorama-Röntgen durch, um die Beschaffenheit des Kieferknochens und der noch vorhandenen Zahnwurzeln zu beurteilen. Basierend auf den Befunden, erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan für Sie. Nachdem wir den Behandlungsplan besprochen haben, kann die Behandlung beginnen.

2. Abdrucknahme

Ihr Zahnarzt bei CITYDENTAL® nimmt einen Abdruck Ihrer Zähne und des Kieferkamms, erstellt Bilder der aktuellen Situation und hilft Ihnen, die am besten geeignete Zahnfarbe auszuwählen. Der Abdruck wird an ein modernes zahntechnisches Labor gesendet, wo ein Zahntechniker mit der Anfertigung Ihrer Zahnprothese beginnt.

3. Anpassungen nach dem Einproben der Zahnprothese

Vor der Fertigstellung Ihrer Zahnprothese wird in der Regel, abhängig von der Art der Prothese, eine sogenannte Bissnahme durchgeführt. Dabei wird die Höhe der späteren Zähne festgelegt. Anschliessend erfolgen bei Bedarf weitere Anproben der Zahnaufstellung, damit Sie die Wirkung der Zahnprothese in Ihrem Mund bereits vor der endgültigen Fertigstellung beurteilen und gegebenenfalls Änderungswünsche äussern können.

4. Anpassungen & Abschluss

Sobald das zahntechnische Labor Ihre personalisierte Zahnprothese fertiggestellt hat, erhalten Sie einen abschliessenden Termin. An diesem Termin wird der fertige Zahnersatz anprobiert, und gegebenenfalls werden weitere notwendige Anpassungen vorgenommen. Oft ist auch ein Feinschliff des Bisses erforderlich, um einen perfekten Sitz zu gewährleisten. Sobald die letzten Anpassungen abgeschlossen sind, erhalten Sie Ihren Zahnersatz. Damit Sie Ihr neues, ästhetisches und bequemes Gebiss möglichst lange geniessen können, erhalten Sie zusätzlich eine detaillierte Reinigungsinstruktion.

Welche Arten von Zahnersatz gibt es?

Die Totalprothese – früher oft auch als Vollprothese bekannt – ist eine Zahnprothese, die wir bei vollständigen Zahnverlust anfertigen. Diese Prothese dient nicht nur als Ersatz für die verlorenen Zähne, sondern ersetzt auch das verloren gegangene Zahnfleisch.

Bestandteile einer Vollprothese: 

  • Prothesenbasis: Die Basis der Zahnprothese liegt auf dem Zahnfleisch des Kieferkamms auf. Ihre Stabilität wird vom Vakuumeffekt, den Gesichtsmuskeln, der Oberfläche des Kieferkamms, dem Kaudruck und der Gravitation erzeugt. Die Prothesenbasis ĂĽberträgt dann die Kaukraft auf den Knochen. Damit wird ein möglichst natĂĽrliches Gebiss nachempfunden.
  • KĂĽnstliches Zahnfleisch: Das kĂĽnstliche Zahnfleisch folgt der Basis und hilft bei der Wiederherstellung der Ă„sthetik der Mundhöhle und des Gesichts.
  • KĂĽnstliche Ersatzzähne: Die kĂĽnstlichen Ersatzzähne werden auf dem kĂĽnstlichen Zahnfleisch aufgebaut, die sowohl die Ă„sthetik, als auch die Kaufunktion des Patienten wiederherstellen.

Das Material:

Die Totalprothese wird aus einem speziellen, biokompatiblen Kunststoff hergestellt.  Wichtig dabei ist die Zahnprothesenpflege. Die Zahnprothese sollte immer feucht gehalten werden, damit der spezielle Kunststoff nicht austrocknet und sich die Form, sowie die Oberflächenbeschaffenheit der Prothese nicht verändern. Nur so kann garantiert werden, dass sich nach einiger Zeit keine schmerzhaften Druckstellen entstehen. 

Dieser Typ von Zahnprothesen wird angefertigt, wenn der Zahnmangel nur partiell und nicht vollständig ist, die Zahl der bestehenden Zähne aber nicht mehr für einen festsitzenden Zahnersatz ausreicht. Die partiell herausnehmbare Prothese benötigt mehr Platz als die natürlichen und restlichen Zähne, da sie nicht nur die Zähne, sondern auch Zahnfleisch und Kieferknochen ersetzt.

Bestandteile einer Teilprothese:

  • GrundgerĂĽst aus biokompatiblem Metall: Die Basis verstärkt die aufgestellten Zähne und bildet gleichzeitig die Verbindung zu den bestehenden Prothesen-Ankerzähnen.
  • KĂĽnstliches Zahnfleisch: Die Farbe des Kunststoffmaterials ähnelt der rosaroten Farbe des Zahnfleisches. Seine Aufgabe ist, die kĂĽnstlichen Zähne auf dem GrundgerĂĽst zu befestigen.
  • KĂĽnstliche Ersatzzähne: Sie bestehen aus Kunststoff oder Keramik und sind durch Polymerisation fest mit dem GrundgerĂĽst verbunden.
  • Verankerungs-Elemente: In unserer Klinik benutzen wir fĂĽr die Verankerung der Zahnprothese verschiedene Klammern, Druckknöpfe (sog. Locators oder Dalbo-Anker) sowie Geschiebe und individuell gefertigte Verankerungs-Elemente.

Overdenture Zahnprothese, Steg-Zahnprothese, Implantat-Prothese 

Unsere Zahnarztzentren empfehlen diese Art von Zahnprothese, wenn ein Patient alle oder die meisten Zähne verloren hat, aber trotzdem den Komfort und die Stabilität eines sehr fest sitzenden Zahnersatzes wünscht. Sehr oft wird diese Prothesenart für den Ersatz des unteren Gebisses verwendet.  Mittels Implantaten oder Stegen können auch Oberkieferprothesen damit sehr gut zusätzlich stabilisiert werden.

Bestandteile einer Overdenture Prothese:

  • 4-6 Zahnimplantaten pro Kiefer: Die kĂĽnstliche Zahnwurzel geben der Prothese durch Verankerung im Knochen zusätzlichen Halt.
  • Spezielle Schiene, Steg oder Druckknopf: Diese werden auf den Implantaten befestigt und stellen den Ăśbergang zu der Prothese dar.
  • Prothesenbasis: Die Basis besteht meist aus zahnfleischfarbenem, biokompatiblem Kunststoff. Dieser ersetzt das verlorengegangene Volumen des Kieferknochens.
  • kĂĽnstliche Ersatzzähne: Die kĂĽnstlichen Ersatzzähne bestehen wie in allen anderen Prothesen aus Keramik oder speziellem sehr harten zahnfarbenem Komposit-Verbundwerkstoff

Diese Prothesenarten werden fest mit den Implantaten im Kieferknochen verschraubt und stellen einen Sonderfall unter den Prothesen dar. Innerhalb eines Tages werden in einer Vollnarkose festsitzende BrĂĽcken auf mindestens 4 Implantaten pro Kiefer installiert

Der Unterschied zwischen der herausnehmbaren Totalprothese / Teilprothese und der herausnehmbaren Overdenture-Zahnprothese die auf Zähnen oder Zahnimplantaten verankert sind liegt in der Art der Befestigung. Während die Teil-, bzw. Totalprothese nur durch die anatomischen Eigenschaften der Mundhöhle und dem Vakuumeffekt zwischen Prothese und Zahnfleisch gehalten wird, wird für die Overdenture-Zahnprothese mittels Halte-Elementen auf Zähnen oder Implantaten befestigt. So entsteht mehr Stabilität und eine höhere Kaukraft.

Da in der heutigen Zeit viele Patienten den Komfort von fester sitzenden Overdenture-Prothesen bevorzugen, nimmt die Anzahl der klassischen Totalprothesen immer weiter ab.

HINWEIS: Nicht jeder Kiefer ist fĂĽr Zahnimplantate geeignet. Alles zu diesem Thema finden Sie auf unserer Informationsseite zu Zahnimplaten.

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Kosten

Best Price
CHF 2'300.-

Laborgefertigt

Best Value
CHF 3'500.-

Laborgefertigt (CH)

High End
CHF 3'950.-
  • Mit hochästhetisch  individualisiertem Zahnfleisch
  • Laborgefertigt (CH)

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Zahnverlust & Prothesen

Ein fehlender Zahn ist nicht nur unästhetisch, sondern verursacht in der Regel noch viele weitere gesundheitliche Schäden, wie beispielsweise

  • Verdauungsstörungen durch reduzierter Kaufunktion
  • Zahnelongationen:  Zähne wachsen aus dem Kieferknochen heraus und werden irgendwann locker
  • Schwierigkeiten bei der Stimmbildung durch die Veränderung der Gestalt der Mundhöhle
  • Vertiefung der Gesichtsfalten durch die fehlende UnterstĂĽtzung der Gesichtsmuskeln
  • Verschlechterung des eigenen Wohlbefinden: Hemmungen können entstehen und das Selbstbewusstsein leidet

Generell haben Zahnprothesen heutzutage ein sehr natürliches Aussehen und kommen den echten Zähnen sehr nahe. Sie passen besser denn je und fühlen sich nach einer gewissen Eingewöhnungsphase an wie eigene Zähne. 

Der Hauptvorteil eines professionellen Zahnersatzes ist ein optimal funktionierendes, gesundes und vollständiges Gebiss. Dank der Prothese erhalten Sie ihr ästhetisches Aussehen zurück, haben wieder ein perfektes Lächeln und fühlen sich dadurch besser und selbstsicherer. Sie können sich wieder jünger fühlen und Ihr Wohlbefinden verbessert sich. Ein weiterer nicht unwesentlicher Vorteil einer Zahnprothetik ist, dass Sie wieder komfortabel kauen können und die damit verbundenen Verdauungsstörungen vermeiden. Mit einer gut gestalteten Prothese können sich Ihre Aussprache und Artikulation deutlich verbessern.
Auch die Gesichtsfalten im Bereich des Kinns und der Nase können sich durch den Volumenersatz der Prothese verringern.

  • Haben Sie etwas Geduld. Sie mĂĽssen sich erst einmal an das neue GefĂĽhl der Zahnprothese im Mund, wie man sie einbringt und herausnimmt gewöhnen. Dieser Gewöhnungsvorgang kann bis zu 3 Monate dauern.
  • Nach dem Einsetzen kann es in den ersten Tagen zu verstärkter Speichelproduktion kommen.
  • Schmerzhafte Prothesendruckstellen können insbesondere im ersten Monat entstehen, da sich der Kieferkamm  – ähnlich wie beim Barfuss gehen im Sommer – erst an die neue Belastungssituation gewöhnen muss. Sollte eine Druckstelle entstehen, vereinbaren Sie möglichst zeitnah einen Termin um lästige EntzĂĽndungen und Schmerzen zu vermeiden. Wir werden gemeinsam mit Ihnen das Problem schnellstmöglich beheben können.
  • Es wird empfohlen, am Anfang eher weiche Speisen zu konsumieren und auf beidseitiges Kauen zu achten, damit der Kiefer gleichmässig belastet wird.
  • Vermeiden Sie den Konsum von heissen Speisen und SĂĽssigkeiten, die an den Zähnen kleben können.

Ähnlich wie bei der häuslichen Zahnpflege sollte man sich auch für die tägliche Reinigung der Zahnprothesen genügend Zeit nehmen. Damit sie langfristig einen funktionstüchtigen und schönen Zahnersatz haben empfehlen wir folgende Schritte: 

  1. Nehmen Sie die Zahnprothese aus dem Mund und spĂĽlen Sie sie unter fliessendem Wasser ab.
  2. Um Speisereste aus den Vertiefungen zu entfernen, bürsten Sie danach die Prothese gründlich mit einer normalen Zahnbürste oder eine speziellen Prothesenzahnbürste [Link: Shop] ab. Diesen Reinigungsprozess sollten sie mindestens einmal am Tag, best möglichst nach jedem Essen wiederholen.
  3. Vergessen Sie dabei nicht Ihren Mund und Ihr Zahnfleisch pflegend zu reinigen.
  4. Falls Ihre Prothese von Zähnen oder Implantaten getragen wird, müssen Sie beim putzen auch eine Zahnbürste und Zahnseide oder einem Zahnzwischenraumbürstchen verwenden.
  5. Um die Prothese effektiver vor Belag, Verfärbungen und Bakterien zu befreien, die zu Zahnfleischentzündungen führen können, sollte die Prothese zusätzlich mit einem Tablettenreiniger ein- oder zweimal pro Monat behandelt werden. Nach der Anwendung eines Tablettenreinigers sollte die Prothese unbedingt vor der nächsten Benutzung gründlich gespült werden. Empfehlenswert sind z.B. die Reinigungstabletten «Blend-a-Dent Complete» von Procter & Gamble.

Die Haltbarkeit einer Zahnprothese ist eine der häufigsten Fragen von Patienten, die sich gerade einen neuen Zahnersatz anfertigen lassen oder bereits seit Jahren eine Prothese tragen. Die Antwort hängt von der Art der Prothese, dem Material und der Pflege ab – aber es gibt klare Orientierungswerte.

Eine gut gefertigte und sorgfältig gepflegte Vollprothese (Totalprothese) hat in der Regel eine Lebensdauer von fünf bis zehn Jahren. Dieser Zeitraum erscheint zunächst kurz, hat jedoch einen biologischen Grund: Der Kieferknochen baut sich nach dem Zahnverlust kontinuierlich ab – ein Prozess, den man als Knochenatrophie bezeichnet. Da die Prothese auf dem Kieferkamm aufliegt, verändert sich mit der Zeit die Passform, und die Prothese sitzt nicht mehr so präzise wie unmittelbar nach der Anfertigung. Eine schlecht sitzende Prothese kann Druckstellen, Entzündungen und Beschwerden verursachen.

Teilprothesen haben aufgrund ihrer Verankerung an Restzähnen oder Implantaten in der Regel eine etwas längere Lebensdauer – häufig acht bis fünfzehn Jahre, je nach Zustand der Ankerzähne und der Qualität der Pflege.

Zeichen dafür, dass eine Prothese erneuert werden muss, sind: schlechter Sitz oder ständiges Rutschen, Druckstellen oder Schmerzen trotz Anpassungsversuchen, sichtbare Risse oder Brüche im Material, Verfärbungen, die sich nicht mehr reinigen lassen, und eine veränderte Kaueffizienz oder Aussprache.

Regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt – mindestens einmal jährlich – sind unerlässlich, um den Zustand der Prothese und des Kieferknochens frühzeitig zu beurteilen. Manchmal genügt eine Unterfütterung (Anpassung der Basis an die veränderte Kieferform), um die Prothese wieder korrekt sitzen zu lassen, ohne sie komplett neu anfertigen zu müssen.

Die Frage, ob man mit einer Zahnprothese schlafen sollte oder darf, ist einer der meistdiskutierten Aspekte im Alltag mit Zahnersatz – und die Empfehlungen der Zahnärzte sind in dieser Frage eindeutig.

Die klare Empfehlung der meisten Zahnärzte lautet: Die Prothese sollte nachts herausgenommen werden. Dieser Rat hat mehrere gute Gründe. Erstens benötigt das Zahnfleisch eine tägliche Erholungspause von der mechanischen Belastung durch die Prothese. Nachts herausgenommen, kann die Mundschleimhaut atmen, sich erholen und Entzündungen können sich zurückbilden.

Zweitens verhindert das nächtliche Herausnehmen die übermässige Belastung des Kieferknochens: Da die Prothese auf dem Kieferkamm aufliegt, überträgt sie beim Kauen und Knirschen Kräfte auf den darunter liegenden Knochen. Eine pausenlose Belastung kann den ohnehin schon stattfindenden Knochenabbau beschleunigen.

Drittens bietet die Nachtpause eine wichtige Hygienepause: In der aufbewahrten Prothese können Bakterien, die sich tagsüber angesammelt haben, durch Reinigungstabletten effektiv bekämpft werden. Die Prothese sollte über Nacht in sauberem Wasser oder einer Reinigungslösung aufbewahrt werden – nicht trocken, da das Material sonst austrocknen und sich verformen kann.

Es gibt jedoch Ausnahmesituationen: Manche Patienten – insbesondere solche mit starkem Schnarchen, Schlafapnoe oder bestimmten kieferorthopädischen Apparaturen – tragen auf ärztliche Empfehlung auch nachts bestimmte Geräte im Mund. Und wer kurz nach der Erstanpassung einer neuen Prothese starke Beschwerden hat, sollte dies mit dem Zahnarzt besprechen. Grundsätzlich gilt jedoch: Das Herausnehmen der Prothese nachts ist für die Gesundheit von Mundschleimhaut, Zahnfleisch und Knochen klar vorteilhaft.

Der Vergleich Zahnprothese vs. Implantat ist eine Entscheidung, die viele Patienten beschäftigt – und die nicht pauschal beantwortet werden kann. Beide Lösungen haben ihre Berechtigung, ihre Vor- und Nachteile, und die optimale Wahl hängt stark von der individuellen Situation ab.

Die Zahnprothese – ob Voll- oder Teilprothese – ist die traditionelle, bewährte und in der Anschaffung kostengünstigere Lösung. Sie erfordert keinen chirurgischen Eingriff, kann ohne lange Heilungszeit eingesetzt werden und ist für Patienten geeignet, bei denen medizinische Gründe gegen eine Operation sprechen. Die Nachteile sind bekannt: eingeschränkte Kaueffizienz im Vergleich zu festen Zähnen, mögliches Rutschen oder Drücken, Knochenabbau unter der Prothese und eine gewisse Eingewöhnungszeit.

Das Zahnimplantat hingegen ersetzt den fehlenden Zahn durch eine künstliche Wurzel im Kieferknochen und lässt sich mit einer Krone, Brücke oder Prothese kombinieren. Es fühlt sich wie ein natürlicher Zahn an, ermöglicht volle Kaukraft, ist festsitzend und verhindert aktiv den Knochenabbau. Langzeitstudien belegen hervorragende Erfolgsraten über Jahrzehnte. Der Nachteil liegt im höheren Preis und im chirurgischen Eingriff, der eine Heilungszeit erfordert.

Für Patienten, die viele oder alle Zähne verloren haben, ist die Hybridprothese (herausnehmbare Prothese auf Implantaten) oder das All-on-4 Verfahren (festsitzende Brücke auf vier Implantaten) eine ausgezeichnete Lösung, die die Vorteile beider Welten kombiniert: mehr Stabilität als eine klassische Prothese, weniger Aufwand und Kosten als ein vollständig implantologisch versorgtes Gebiss.

Die Entscheidung sollte immer in enger Absprache mit dem Zahnarzt getroffen werden, der Ihren Kieferknochen, Ihren Gesundheitszustand und Ihre persönlichen Wünsche in die Beurteilung einbezieht.

Die Eingewöhnungszeit an eine neue Zahnprothese ist für viele Patienten eine der grössten Herausforderungen nach dem Einsetzen. Es ist wichtig zu wissen, dass ein gewisser Zeitraum der Anpassung vollkommen normal ist – und dass Geduld hier die wichtigste Tugend ist.

In den ersten Tagen und Wochen nach dem Einsetzen einer neuen Prothese ist es üblich, dass sich die Prothese fremd und ungewohnt anfühlt. Der Mund registriert jede neue Struktur zunächst als Fremdkörper – die Zunge, Wangen und Lippen müssen lernen, mit dem neuen Zahnersatz zu interagieren. Dazu kommt, dass die Mundschleimhaut und der Kieferkamm unter der neuen Druckbelastung empfindlich reagieren können.

Sprechen ist in den ersten Wochen oft die grösste Herausforderung: Bestimmte Laute – insbesondere S-Laute und Zischlaute – klingen anfangs anders oder undeutlich. Das ist vollkommen normal. Durch regelmässiges lautes Vorlesen oder Üben von schwierigen Wörtern kann die Anpassung beschleunigt werden. Die meisten Patienten berichten, dass sich ihre Aussprache nach zwei bis vier Wochen wieder vollständig normalisiert.

Auch das Kauen braucht Zeit: Beginnen Sie mit weichen Speisen und verarbeiten Sie diese beidseitig gleichmässig, um die Prothese stabil zu halten. Nach und nach können härtere Speisen eingeführt werden. Nach etwa vier bis acht Wochen gelingt das Kauen in der Regel deutlich besser.

Der gesamte Eingewöhnungsprozess kann je nach Patient und Prothesentyp bis zu drei Monate dauern. Wenn in dieser Zeit starke Druckstellen entstehen, vereinbaren Sie zeitnah einen Nachbesserungstermin: Kleine Anpassungen durch den Zahnarzt können die Beschwerden rasch lindern und den Komfort erheblich verbessern.