CD Logo2 white
Slide win

Zähne begradigen WIN® - Die unsichtbare Spange WIN® / Incognito®

Die Lösung für Patienten die keine sichtbare Spange tragen möchten. Die WIN-Brackets werden von innen an den Zähnen befestigt und sind somit völlig unsichtbar.

Win 1

Wann

WIN verwenden wir bei Patienten mit höchsten ästhetischen Ansprüchen. Bei der WIN-Zahnstellungskorrektur sind von aussen weder Brackets noch Schienen sichtbar. Diese Methode stellt die ästhetisch hochwertigste, jedoch auch kostenintensivste kieferorthopädische Behandlung dar.

Wie

Bei der WIN-Zahnstellungskorrektur werden die Brackets nicht wie gewohnt von aussen, sondern von innen auf die Zähne geklebt. Dadurch sind sie für Aussenstehende vollkommen unsichtbar. Diese innovative Methode wird durch computergestützte Planung und ein sehr präzises Zementierverfahren ermöglicht.

Kosten

Die Kosten für eine Zahnstellungskorrektur mit WIN sind sehr individuell und hängen von der spezifischen Aufgabenstellung sowie der Patienten-Situation ab.

Gerne beraten wir Sie persönlich zum Thema Zahnstellungskorrektur bei einer kurzen, kostenlosen Beratung in unserer Praxis.

FAQ: Die häufigsten Fragen zum Thema WIN® / Incognito®

WIN-Brackets und Incognito-Brackets sind zwei der bekanntesten Systeme für linguale Kieferorthopädie – also für Zahnspangen, die von innen an den Zähnen befestigt werden und damit von aussen vollständig unsichtbar sind. Beide Systeme verfolgen dasselbe Ziel, unterscheiden sich jedoch in einigen technischen Details.

WIN steht für «What Is New» und ist ein deutsches System, das von der Firma DW Lingual Systems entwickelt wurde. Die WIN-Brackets werden individuell für jeden Patienten gefertigt und zeichnen sich durch ihre besonders flache, ergonomische Bauform aus. Das macht sie angenehmer im Mundgefühl und reduziert die Eingewöhnungszeit für die Zunge. Die Brackets werden mithilfe eines computergestützten Planungsverfahrens präzise auf jeden einzelnen Zahn abgestimmt.

Incognito ist ein System der Firma 3M und ebenfalls ein vollständig individualisiertes linguales Bracketsystem. Auch hier werden die Brackets per CAD/CAM-Technologie auf Basis eines digitalen 3D-Abdrucks gefertigt. Incognito ist weltweit eines der meistverwendeten lingualen Bracketsysteme und hat eine lange klinische Geschichte.

Die Unterschiede zwischen WIN und Incognito sind in der täglichen Praxis oft subtil: Sie betreffen die genaue Bracketgeometrie, die Bogentechnik sowie die spezifischen Behandlungsindikationen, für die das jeweilige System besonders gut geeignet ist. Beide Systeme ermöglichen die Behandlung von leichten bis komplexen Zahnfehlstellungen.

Welches System für Sie das richtige ist, hängt von Ihrer individuellen Zahnsituation, den Präferenzen des behandelnden Kieferorthopäden sowie den spezifischen Behandlungszielen ab. In einem persönlichen Beratungsgespräch kann Ihr Kieferorthopäde gemeinsam mit Ihnen die optimale Lösung für Ihre unsichtbare Zahnkorrektur bestimmen.

Der Behandlungsablauf mit WIN-Brackets ist präzise strukturiert und beginnt lange vor dem eigentlichen Einsetzen der Brackets. Das Verfahren ist aufwendiger als bei herkömmlichen Aussenspangen, da jedes einzelne Bracket individuell gefertigt wird – dafür ist das Ergebnis absolut massgeschneidert.

Im ersten Schritt erfolgt eine gründliche kieferorthopädische Untersuchung: Der Kieferorthopäde analysiert die aktuelle Zahnstellung, erstellt Fotos, Röntgenbilder und einen präzisen digitalen 3D-Abdruck der Zähne. Auf dieser Basis wird am Computer ein individueller Behandlungsplan erstellt, der genau festlegt, wie jeder Zahn bewegt werden soll.

Die gewonnenen Daten werden an das Dentallabor übermittelt, wo die WIN-Brackets individuell gefertigt werden. Jedes einzelne Bracket wird so geformt, dass es exakt auf die Innenfläche des jeweiligen Zahnes passt. Dieser Schritt dauert je nach Labor und Auslastung mehrere Wochen.

Sobald die Brackets fertig sind, werden sie beim Einsetzttermin mithilfe einer individuell gefertigten Transferschiene präzise und zeitsparend auf die Zahninnenflächen geklebt. Der Kieferorthopäde verbindet die Brackets mit einem speziellen Bogendraht, der die Zähne in die gewünschte Richtung lenkt.

Im weiteren Verlauf sind regelmässige Kontrolltermine alle 4 bis 8 Wochen notwendig. Bei diesen Terminen werden die Bögen angepasst oder ausgetauscht, um die Zahnbewegung kontinuierlich voranzutreiben. Die Gesamtbehandlungsdauer liegt je nach Schweregrad der Fehlstellung zwischen 12 und 30 Monaten. Nach Abschluss der aktiven Behandlung folgt die Retentionsphase, in der ein Retainer die erreichte Zahnstellung langfristig sichert.

Die Frage, ob linguale Brackets für jeden geeignet sind, ist berechtigt – denn trotz ihrer vielen Vorteile gibt es bestimmte Voraussetzungen und Grenzen, die im Vorfeld abgeklärt werden müssen.

Grundsätzlich können WIN-Brackets und Incognito-Brackets bei einem breiten Spektrum von Zahnfehlstellungen eingesetzt werden: von leichten Engständen über Lücken bis hin zu komplexeren Bissproblematiken. Die Behandlungsindikation ist ähnlich umfassend wie bei herkömmlichen Aussenspangen, sodass viele Patienten, die eine Zahnkorrektur benötigen, prinzipiell für linguale Brackets geeignet sind.

Es gibt jedoch Situationen, in denen linguale Brackets nicht die erste Wahl sind: Bei Patienten mit sehr kleinen Zähnen kann die Innenfläche zu wenig Haftfläche für die Brackets bieten, was das Befestigen erschwert. Auch bei bestimmten Tiefbiss-Konstellationen kann es zu Problemen kommen, da die unteren Schneidezähne beim Zubeissen auf die oberen Innenbrackets treffen können.

Bei Patienten mit schlechter Mundhygiene oder starker Kariesanfälligkeit sollte vor dem Beginn einer lingualen Behandlung die Mundhygiene optimiert werden, da die Reinigung der Innenflächen mit Brackets anspruchsvoller ist als bei anderen Systemen.

Für Kinder und Jugendliche sind linguale Brackets ebenfalls möglich, aber weniger verbreitet – einerseits wegen der höheren Kosten, andererseits weil die Eingewöhnungsphase für jüngere Patienten herausfordernder sein kann. In den meisten Fällen werden für Kinder klassische Aussenspangen oder Aligner bevorzugt.

Die zuverlässigste Einschätzung erhalten Sie durch eine persönliche Beratung beim Kieferorthopäden, der Ihre individuelle Zahnsituation beurteilt und Ihnen transparent aufzeigt, welches System am besten zu Ihren Bedürfnissen und Ihrer Anatomie passt.

Die Zahnpflege mit lingualen Brackets ist eine der meistgestellten Fragen bei Patienten, die sich für WIN oder Incognito interessieren. Und zu Recht: Eine gute Mundhygiene ist während der gesamten Behandlungszeit entscheidend, um Karies, Zahnfleischentzündungen und dauerhaften Schäden am Zahnschmelz vorzubeugen.

Grundsätzlich gilt: Die Reinigung mit lingualen Brackets ist anspruchsvoller als ohne Brackets, aber mit den richtigen Hilfsmitteln und etwas Übung gut in den Alltag zu integrieren. Da die Brackets auf der Zahninnenseite sitzen, sind sie zwar von aussen unsichtbar – aber die Zahninnenflächen müssen nun besonders sorgfältig gereinigt werden.

Empfohlen wird das Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste, da diese auch schwer zugängliche Bereiche effektiver reinigt als eine manuelle Bürste. Ergänzend sollten Interdentalbürsten in verschiedenen Grössen verwendet werden, um die Zwischenräume zwischen den Zähnen und den Bereichen um die Brackets herum zu reinigen.

Zahnseide kann ebenfalls eingesetzt werden, ist mit Brackets aber etwas aufwendiger zu handhaben – sogenannte Floss-Threader oder spezielle Ortodontie-Zahnseide erleichtern das Führen der Seide unter dem Bogen. Auch Wasserflossen (Oral-Irrigatoren) sind ein nützliches Ergänzungswerkzeug, das Speisereste und Bakterien aus schwer zugänglichen Bereichen spülen kann.

Die Häufigkeit des Putzens sollte nach jeder Hauptmahlzeit, mindestens aber zweimal täglich erfolgen. Ihr Kieferorthopäde oder die Dentalhygienikerin gibt Ihnen zu Beginn der Behandlung eine detaillierte Mundhygieneinstruktion, die speziell auf die lingualen Brackets abgestimmt ist. Regelmässige professionelle Zahnreinigungen alle drei bis vier Monate sind während der Behandlung ebenfalls dringend empfohlen.

Die Eingewöhnungszeit bei lingualen Brackets ist ein Thema, das viele Interessenten beschäftigt – und das zu Recht, denn die ersten Wochen nach dem Einsetzen der Brackets können eine Herausforderung sein. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung: Die meisten Patienten gewöhnen sich überraschend schnell an das neue Gefühl.

In den ersten ein bis zwei Wochen nach dem Einsetzen der WIN- oder Incognito-Brackets ist die Anpassungsphase am intensivsten. Die Zunge ist es gewohnt, ungehindert die Zahninnenflächen zu berühren – mit Brackets auf diesen Flächen muss sie sich nun neu orientieren. Das führt anfangs häufig zu einem veränderten Sprachbild: Bestimmte Laute – vor allem S-Laute und Zischlaute – klingen vorübergehend leicht undeutlich oder mit einem leichten Lispeln.

Dieses vorübergehende Lispeln ist vollkommen normal und kein Zeichen einer Fehlanpassung. Mit gezielten Sprechübungen – etwa dem bewussten langsamen Sprechen schwieriger Wörter – kann die Anpassung beschleunigt werden. Die meisten Patienten sprechen nach zwei bis vier Wochen wieder vollkommen normal.

Auch das allgemeine Mundgefühl verändert sich: Zunächst wirken die Brackets ungewohnt gross und störend. Die modernen WIN-Brackets sind jedoch besonders flach und ergonomisch gestaltet, was die Eingewöhnung gegenüber älteren lingualen Systemen deutlich erleichtert.

Leichte Druckgefühle und Zungenirritation in der Anfangsphase sind ebenfalls häufig und klingen in der Regel innerhalb der ersten Woche ab. Zahnwachs kann kurzfristig auf störende Stellen aufgetragen werden, um Reizungen zu lindern. Nach etwa vier bis sechs Wochen berichten die meisten Patienten, dass sie die Brackets kaum noch wahrnehmen.

Die Frage, was man mit lingualen Brackets essen darf, ist besonders für Patienten wichtig, die wissen möchten, welche Einschränkungen im Alltag auf sie zukommen. Grundsätzlich gelten bei lingualen Brackets ähnliche Ernährungsempfehlungen wie bei herkömmlichen Aussenspangen – allerdings gibt es einige zusätzliche Aspekte zu beachten.

Sehr harte Lebensmittel sollten während der gesamten Behandlungszeit gemieden werden: dazu zählen ganze Nüsse, harte Brotkrusten, Krachmandeln, Eiswürfel und harte Bonbons. Sie können die Brackets beschädigen oder vom Zahn lösen, was einen ungeplanten Reparaturtermin erfordert.

Zähklebrige Speisen sind ebenfalls problematisch: Karamell, Gummibärchen, zähe Trockenfrüchte, Kaugummi und klebrige Süssigkeiten können sich um die Brackets und Drähte wickeln und diese verbiegen oder ablösen.

Harte rohe Gemüse und Früchte wie ganze Karotten, Äpfel oder Birnen sollten in kleine Stücke geschnitten werden, anstatt sie direkt abzubeissen. Das gilt im Übrigen für alle Brackets-Arten – lingual wie bukkal.

Sehr stark färbende Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Rotwein oder Curry sind bei lingualen Brackets zwar weniger problematisch für die Optik (da die Brackets unsichtbar sind), können aber die Klebeverbindung und das Bracketmaterial langfristig beeinflussen.

Erlaubt sind hingegen alle weichen, normalen Speisen: Pasta, Reis, weiches Fleisch, Fisch, Joghurt, Suppen, gekochtes Gemüse und Brot ohne harte Kruste. Mit etwas Anpassung ist die Ernährung während der WIN- oder Incognito-Behandlung gut alltagstauglich – und nach der Behandlung geniessen Sie wieder uneingeschränkt alles.

Die Behandlungsdauer mit WIN- oder Incognito-Brackets ist eine der wichtigsten Fragen für Patienten, die eine linguale Zahnkorrektur in Betracht ziehen. Eine pauschale Antwort gibt es leider nicht – die Dauer hängt stark vom individuellen Befund, dem Schweregrad der Fehlstellung und der biologischen Reaktion des Patienten ab.

Als grobe Orientierung gilt: Die Behandlungszeit mit lingualen Brackets liegt bei den meisten Patienten zwischen 12 und 30 Monaten. Leichte Fehlstellungen wie kleine Engstände oder geringe Abstände zwischen den Zähnen können oft schon in 12 bis 18 Monaten korrigiert werden. Komplexere Behandlungen – etwa bei ausgeprägten Bissproblematiken oder starken Zahnverlagerungen – können hingegen 24 bis 30 Monate oder in Ausnahmefällen auch länger dauern.

Ein Vorteil lingualer Systeme wie WIN und Incognito ist, dass sie durch ihre individuelle Fertigung und präzise Kräfteübertragung in manchen Fällen effizientere Zahnbewegungen ermöglichen als konventionelle Aussenspangen. Das kann die Behandlungszeit in geeigneten Fällen verkürzen.

Entscheidend für die Behandlungsdauer ist auch die Mitarbeit des Patienten: Wer die Kontrolltermine regelmässig wahrnimmt, die Mundhygiene konsequent pflegt und keine Brackets durch ungeeignete Speisen beschädigt, trägt massgeblich dazu bei, dass die Behandlung planmässig und effizient verläuft.

Nach Abschluss der aktiven Behandlungsphase folgt zwingend eine Retentionsphase, in der ein festgeklebter oder herausnehmbarer Retainer die neuen Zahnpositionen stabilisiert. Diese Phase ist dauerhaft und wird oft unterschätzt – sie ist jedoch entscheidend dafür, dass das erreichte Ergebnis langfristig erhalten bleibt.

Die Kosten für Lingual-Bracketes wie WIN-Brackets oder Incognito-Brackets in der Schweiz sind – verglichen mit anderen kieferorthopädischen Behandlungsmethoden – am höchsten. Das liegt an der aufwendigen individuellen Fertigung jedes einzelnen Brackets sowie dem höheren Zeitaufwand für den Kieferorthopäden bei der Planung und Durchführung der Behandlung.

Als grobe Orientierung liegen die Gesamtkosten für eine linguale Brackets-Behandlung in der Schweiz je nach Komplexität und Behandlungsdauer typischerweise zwischen CHF 7'000 und CHF 15'000 oder mehr. Bei sehr umfangreichen Behandlungen mit langer Laufzeit können die Kosten auch darüber liegen. Auf unserer Preisliste finden Sie weitere Informationen zu unseren Kieferorthopädischen Behandlungsoptionen.

Im Vergleich dazu: Klassische Aussenspangen (konventionelle Brackets) kosten in der Schweiz in der Regel zwischen CHF 4'000 und CHF 12'000, Invisalign zwischen CHF 3'500 und CHF 10'000. WIN und Incognito sind damit die kostenintensivste Option – bieten dafür aber auch den höchsten ästhetischen Standard, da die Brackets von aussen zu keinem Zeitpunkt sichtbar sind.

Die Kosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: dem Laboraufwand für die individuelle Bracket-Fertigung, dem kieferorthopädischen Honorar für Planung, Einsetzen und alle Kontrolltermine sowie dem Retainer nach Abschluss der Behandlung.

In der Schweiz übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung (KVG) kieferorthopädische Behandlungen grundsätzlich nicht – ausser bei bestimmten, klar definierten medizinischen Indikationen. Eine Zusatzversicherung kann je nach Police einen Teil der Kosten übernehmen. Es lohnt sich daher, vorab bei der Krankenkasse nachzufragen. Gerne erstellen wir Ihnen nach einer kostenlosen Erstberatung eine transparente, individuelle Offerte.

Ein gelöstes Bracket ist beim Tragen einer Zahnspange keine Seltenheit – und bei lingualen Brackets wie WIN oder Incognito ist dies prinzipiell genauso möglich wie bei herkömmlichen Aussenspangen. Wichtig ist zu wissen: Ein gelöstes Bracket ist in den meisten Fällen kein Notfall, sollte aber zeitnah vom Kieferorthopäden behandelt werden.

Wenn sich ein WIN-Bracket oder Incognito-Bracket löst, bleibt es meistens zunächst am Bogen hängen, da es durch den Draht noch in Position gehalten wird. In diesem Fall sollten Sie das Bracket nicht selbst entfernen oder versuchen, es wieder zu befestigen. Kontaktieren Sie Ihre kieferorthopädische Praxis und schildern Sie die Situation – in der Regel wird ein zeitnaher Reparaturtermin vereinbart.

Falls das Bracket vollständig abgefallen ist und Sie es nicht mehr finden, ist das kein Problem: Es wird beim Reparaturtermin durch ein neues ersetzt. Bewahren Sie ein gefundenes Bracket wenn möglich auf und bringen Sie es zum Termin mit.

Ein gelöstes Bracket bedeutet, dass der betroffene Zahn vorübergehend keine Korrekturkraft mehr erhält. Wenn der Reparaturtermin zeitnah erfolgt, hat das in der Regel keine nennenswerten Auswirkungen auf die Gesamtbehandlungszeit. Verzögert sich die Reparatur jedoch länger, kann der Zahn in seine ursprüngliche Position zurückdriften, was eine Verlängerung der Behandlungszeit bedeuten kann.

Um das Lösen von Brackets zu vermeiden, sollten Sie harte und zähklebrige Speisen konsequent meiden und beim Sport einen Mundschutz tragen. Bei häufig wiederkehrenden Bracket-Problemen lohnt es sich, mit dem Kieferorthopäden über mögliche Ursachen und Lösungen zu sprechen.

Die Retentionsphase nach der Lingual-Behandlung mit WIN- oder Incognito-Brackets ist ein ebenso wichtiger Schritt wie die aktive Behandlung selbst – und wird von vielen Patienten in ihrer Bedeutung unterschätzt. Denn: Zähne haben ein natürliches Bestreben, nach einer kieferorthopädischen Behandlung in ihre ursprüngliche Position zurückzukehren. Dieses Phänomen wird als Rezidiv bezeichnet und kann durch konsequente Retention verhindert werden.

Nach dem Entfernen der WIN- oder Incognito-Brackets wird daher ein sogenannter Retainer eingesetzt. Am häufigsten kommt dabei ein festgeklebter Retainer zum Einsatz: ein dünner Draht, der auf die Innenflächen der Frontzähne geklebt wird und die Zähne dauerhaft in ihrer neuen Position hält. Dieser ist vollständig unsichtbar, da er – wie die lingualen Brackets – auf der Zahninnenseite befestigt ist.

Der festsitzende Retainer ist sehr unauffällig im Alltag und erfordert keine aktive Mitarbeit des Patienten. Er wird in der Regel dauerhaft getragen – zumindest für mehrere Jahre, oft auch lebenslang. Eine regelmässige Kontrolle durch den Zahnarzt oder Kieferorthopäden ist wichtig, um sicherzustellen, dass der Retainer fest sitzt und keine Entzündungen am Zahnfleisch entstehen.

Ergänzend kann auch eine herausnehmbare Retentionsschiene empfohlen werden, die nachts getragen wird. Diese bietet zusätzliche Sicherheit, besonders in den ersten Monaten nach der aktiven Behandlung.

Die Zahnpflege mit festsitzendem Retainer erfordert etwas mehr Sorgfalt: Mit Zahnseide-Flossern oder einem Wasserflossen können die Bereiche unter dem Retainerdraht gereinigt werden. Regelmässige professionelle Zahnreinigungen sind ebenfalls empfohlen. Wer die Retentionsphase ernst nimmt, sichert sich ein langfristig schönes und gerades Lächeln – als Belohnung für die Geduld während der Behandlung.