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Zähne operieren Weisheitszähne Machen Sie sich keine Sorgen

Durch sorgfältige Planung und viel Know-how, haben wir für jeden Weisheitszahn eine individuelle Lösung. Kontaktieren Sie uns für Ihren persönlichen Beratungstermin.

Weissheitszaehne

Wann

Weisheitszähne befinden sich in einer anatomisch engen Position ganz hinten in der Zahnreihe. Aufgrund dieser Platzbeschränkung können sie oft nicht ausreichend gereinigt werden, was dazu führt, dass sie selbst in normaler Position statistisch gesehen häufiger Karies oder Zahnfleischentzündungen entwickeln als die Zähne im Frontzahnbereich.

Zusätzlich schaffen es diese Zähne aufgrund der Kieferverhältnisse und ihres späten Wachstums oft nicht, bis zur Kauebene durchzubrechen. Stattdessen werden sie zwischen dem letzten Zahn und dem Kieferknochen eingeklemmt.

Diese Fehlstellung kann unangenehme Beschwerden verursachen, die von Druckempfindungen und Zahnverschiebungen bis hin zu schlechtem Geschmack und Mundgeruch reichen. In schwerwiegenden Fällen können starke Schmerzen durch Entzündungen und Abszesse auftreten.

Wie

Nach einer ausführlichen Besprechung Ihres Patientenwunsches, oder des krankheitsbedingten Behandlungsbedarfs erstellen wir ein individuell auf Sie zugeschnittenes Behandlungsprogramm.

Ob der Eingriff in örtlicher Betäubung, Dämmerschlafsedierung oder Vollnarkose durchgeführt wird, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen.

Alle operativen Eingriffe erfolgen in speziell ausgestatteten Eingriffsräumen und mit modernsten Geräten und Instrumenten.

Wir legen dabei grössten Wert auf Schmerzfreiheit und einen sanften Umgang mit unseren Patienten.

Mehr zu Weisheitszahn-Entfernungen

Die Weisheitszähne zählen zu den Backenzähnen des Menschen. Im Gegensatz zu den anderen bleibenden Backenzähnen erscheinen Weisheitszähne meist erst im Alter von etwa 18 bis 22 Jahren – daher stammt auch ihr Name. Während die Entwicklung von Weisheitszähnen nicht bei jedem Menschen zu Problemen führt, können sie Beschwerden verursachen, wenn der Kiefer nicht ausreichend Platz für diese zusätzlichen Zähne bietet.

Charakteristika von Weisheitszähnen

Weisheitszähne unterscheiden sich in mehreren Merkmalen von den anderen Backenzähnen. So haben einige Weisheitszähne beispielsweise nicht vier, sondern drei oder fünf Höcker. Auch die Wurzeln von Weisheitszähnen sind häufig stärker ausgeprägt als die Wurzeln anderer Backenzähne. Zudem sind die Wurzeln der Weisheitszähne oft gebogen oder ineinander verschlungen.

Nicht jeder Mensch hat die genetische Anlage für Weisheitszähne. Bei einigen Menschen entwickeln sich nicht nur die üblichen vier Weisheitszähne (jeweils zwei im Unterkiefer und zwei im Oberkiefer), sondern bis zu acht Weisheitszähne. Da sich Weisheitszähne – ausgehend von den Schneidezähnen – jeweils an achter Stelle befinden, sind sie in der Zahnmedizin auch als sogenannte 8er bekannt, wobei der mittlere Schneidezahn als Zahn 1 gezählt wird.

Komplikationsmöglichkeiten bei Weisheitszahn-Entfernungen

Das Durchbrechen von Weisheitszähnen in die Mundhöhle kann zu verschiedenen zahnmedizinischen Problemen führen. Wenn Weisheitszähne bei einer Person angelegt sind, aber nicht in die Mundhöhle durchbrechen, sprechen wir von einer Retention. Kommt es nur zu einem teilweisen Durchbruch durch den Kieferknochen oder die Mundschleimhaut, handelt es sich um eine Teilretention.

Vollständig im Kiefer verbliebene Weisheitszähne verursachen bei den betroffenen Patienten oft keine Beschwerden. Teilretinierte Weisheitszähne hingegen liegen häufig schief im Kiefer und stehen in Kontakt mit Bakterien in der Mundhöhle. Diese Zähne sind trotz des teilweisen Durchbruchs schwer mit der Zahnbürste zu reinigen. Querliegende Weisheitszähne können zudem zu Verschiebungen der übrigen Zähne führen, was Zahnfehlstellungen zur Folge haben kann.

Darüber hinaus bilden sich an teilretinierten Weisheitszähnen schneller Zahnfleischtaschen, in denen sich Bakterien ansiedeln können. Die Konsequenzen sind unter anderem entzündliche Prozesse am Zahnfleisch, die in schweren Fällen auch auf die Wange und die Kaumuskulatur übergreifen können. Da unvollständig durchgebrochene Weisheitszähne häufig ohne Zwischenräume an die Nachbarzähne angrenzen, besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Karies an diesen Zähnen. Zudem können querliegende Weisheitszähne die angrenzenden Nachbarzähne anresorbieren oder die benachbarte Zahnhartsubstanz auflösen.

Kosten

Die Kosten für eine Weisheitszahnentfernung hängen von der individuellen Patientensituation und dem Grad der Verlagerung der Weisheitszähne ab.

Gerne erstellen wir für Sie ein individuelles Angebot. Voraussetzung dafür ist ein spezielles Röntgenbild, das sogenannte Orthopantomogramm. Dieses können Sie entweder mitbringen oder es wird in einer kurzen Untersuchung angefertigt.

Fakten zur Weisheitszahn-Entfernung

Behandlungsverfahren:Operative und nicht-operative Methoden
Narkose:Örtliche Betäubung; auf Wunsch auch Lachgas-Sedierung oder Vollnarkose
Nachsorge:1 - 3 Kontrolltermine in unserer Praxis
Gesellschaftsfähigkeit:Nach etwa 2 - 7 Tagen
Nahtentfernung:Nach etwa einer Woche

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Weisheitszahn-Entfernungen

Vorteile seitenweise Zahnentfernung:
Die seitenweise Weisheitszahnentfernung bietet dem Patienten die Möglichkeit, die unbehandelte Seite nach der Operation zum Kauen zu nutzen.

Nachteile seitenweise Zahnentfernung:
Zweiter Eingriff nötig

Vorteile Entfernung aller Weisheitszähne in einer Sitzung: 
Wir verwenden in unseren zahnärztlichen Zentren sehr schonende Massnahmen, die eine sanfte Entfernung aller Weisheitszähne in nur einem Eingriff ermöglichen. Damit verkürzen sich die Nachbehandlung und Ausfallzeit für den Patienten insgesamt. Aus diesem Grund bevorzugen viele unserer Patienten eine einmalige Entfernung aller Weisheitszähne.

Nachteile Entfernung aller Weisheitszähne in einer Sitzung:
Möglicherweise etwas mehr Schwellung, da beide Seiten betroffen sind. 

FAZIT: Eher ängstlichen Patienten empfehlen wir die Entfernung der Weisheitszähne in einer Sitzung. Dies kann ggf. in einer Sedierung oder Vollnarkose erfolgen.

Nach der Behandlung sollten Sie sich 2 bis 3 Tage körperlich schonen. Wann Sie wieder einsatzfähig sind, hängt unter anderem von Ihrem Wohlbefinden und dem Behandlungsumfang ab. In einem umfassenden Beratungsgespräch klären wir Sie gerne über das optimale Verhalten nach der Weisheitszahnentfernung auf.

In der Regel trägt die Schweizer-Krankenkasse die Kosten dann, wenn eine medizinische Notwendigkeit für die Weisheitszahn-OP vorliegt. Dies ist zum Beispiel bei Zahnzysten oder Gefahr für Nachbarzähne der Fall. Gerne informieren wir Sie in unserer Praxis darüber, ob in Ihrem individuellen Fall die Möglichkeit einer Kostenübernahme besteht.

Grundsätzlich ist es eins der für uns wichtigsten Themen, dass alle Behandlungen bei CITYDENTAL schmerzfrei durchgeführt werden. In unseren Kliniken verfügen wir über verschiedene Sedierungs- und Anästhesiemöglichkeiten, um die Behandlung für jeden unserer Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Während der Behandlung unter örtlicher Betäubung, Lachgas oder Vollnarkose, werden Sie keine Schmerzen wahrnehmen. Nach der Behandlung können zwar etwas Wundschmerzen entstehen. Sie erhalten jedoch von uns ausreichend schmerzstillenden Medikamente und Coolpacks zur Kühlung des Behandlungsareals. Wir empfehlen unseren Patienten, auch zuhause das Behandlungsgebiet noch eine Weile zu kühlen und bei auftretenden Schmerzen auf herkömmliche Schmerzmedikamente zurückzugreifen.

Im Anschluss an die Entfernung der Weisheitszähne in unserer Praxis empfehlen wir unseren Patienten, sich 2 bis 3 Tage körperlich zu schonen. Am besten planen Sie für diese Zeit keine wichtigen Termine oder Auslandsaufenthalte. Im Normalfall kann man seine Arbeit nach dieser kurzen Pause wieder aufnehmen. In der ersten Woche nach der Weisheitszahnoperation sollten Sie auf direkte Sonneneinstrahlung, Saunabesuche, intensiven Sport sowie auf das Rauchen verzichten.

Weisheitszähne, die Komplikationen hervorrufen, müssen nicht in allen Fällen entfernt werden. Beeinträchtigt, ein vollständig in die Mundhöhle eingetretener Weisheitszahn, nicht die übrigen Zähne eines Gebisses, ist aber selbst von mässig ausgebildeten Schädigungen wie Karies betroffen, kommen je nach Schadensausmass zahnerhaltende medizinische Behandlungsschritte infrage. Die Entscheidung für oder gegen eine Weisheitszahnentfernung treffen wir in unserer Kliniken in Zürich daher immer einzelfallspezifisch und im Dialog mit unseren Patienten.

Bei schiefer Lage, Teilretention und oder Retention der Weisheitszähne empfehlen wir zwischen dem 17 und 25 Altersjahr deren prophylaktische Entfernung, den ist z.B. ein unterer Weisheitszahn erst mal schwer entzündet kann dessen operative Entfernung, aufgrund der Bakterienverschleppung ins Blut (Bakeriämie/Sepsis) meist nicht schon am gleichen Tag erfolgen. Nach dem 25 Altersjahr empfehlen wir die Entfernung der Weisheitszähne nur bei deren Beschwerden oder Begleiterkrankungen am Zahn.

Sind Sie sich bezüglich der Sinnhaftigkeit beziehungsweise Notwendigkeit einer Entfernung Ihrer eigenen Weisheitszähne unsicher, beraten wir Sie gerne auf der Grundlage einer zahnärztlichen Untersuchung Ihres Gebisses.

Die richtige Ernährung nach einer Weisheitszahnentfernung ist entscheidend für eine komplikationslose Heilung. Viele Patienten unterschätzen, wie stark die Wahl der Speisen den Heilungsverlauf beeinflussen kann – dabei sind die Regeln klar und leicht einzuhalten.

In den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff sollten Sie ausschliesslich kalte oder lauwarme, weiche Speisen zu sich nehmen. Kälte wirkt zusätzlich abschwellend und schmerzlindernd: Joghurt, Quark, Milchshakes, weiches Eis (ohne Nüsse oder harte Stücke), Bananen, Kartoffelpüree oder Suppen sind ideal. Wichtig: Suppen und andere warme Speisen sollten lauwarm und nicht heiss sein, da Wärme die Blutgefässe erweitert und Nachblutungen begünstigen kann.

In der ersten Woche nach dem Eingriff gilt weiterhin: nur weiche, gut kaubare Speisen. Geeignet sind weiches Brot ohne harte Kruste, Pasta, Reis, Eier, weiches Fleisch oder Fisch, gedünstetes Gemüse und Milchprodukte. Vermeiden Sie in dieser Phase alles, was Krümel oder kleine Partikel hinterlässt – diese können sich in die Wunde setzen, die Blutkoagel (Blutgerinnsel, die die Wundheilung schützen) stören und Entzündungen begünstigen.

Strikt zu meiden sind in den ersten Tagen bis Wochen: harte, krossen oder körnige Speisen (Nüsse, Chips, Knäckebrot, hartes Brot), scharfe Gewürze und saure Speisen, die die Wundschleimhaut reizen, sowie Alkohol, der die Heilung verlangsamt und die Wirkung von Schmerzmitteln beeinträchtigen kann.

Ebenfalls wichtig: Nicht mit einem Strohhalm trinken und nicht stark saugen – der dabei entstehende Unterdruck im Mundraum kann den schützenden Blutkoagel aus der Wunde herauslösen und zu einer schmerzhaften trockenen Alveole (Alveolitis sicca) führen. Nach etwa einer bis zwei Wochen können die meisten Patienten wieder normal essen – stets auf die eigenen Beschwerden hörend.

Schwellungen nach der Weisheitszahnentfernung sind eine der häufigsten und normalsten Begleiterscheinungen des Eingriffs – und gleichzeitig die, über die sich Patienten am meisten Gedanken machen. Das Wichtigste vorweg: Schwellungen sind kein Zeichen einer Komplikation, sondern eine natürliche Entzündungsreaktion des Körpers auf den chirurgischen Eingriff.

Die Schwellung beginnt in der Regel einige Stunden nach dem Eingriff und erreicht ihren Höhepunkt nach etwa 24 bis 72 Stunden. Bei manchen Patienten tritt die grösste Schwellung erst am zweiten oder dritten Tag nach der Operation auf. Das kann überraschend sein, ist aber vollkommen normal.

Der effektivste Weg, die Schwellung zu minimieren, ist das Kühlen: Legen Sie in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff regelmässig Coolpacks oder Eiswürfel in einem Tuch (niemals direkt auf die Haut) auf die Wangen – jeweils 15 bis 20 Minuten kühlen, dann 10 Minuten Pause. Nach den ersten 24 Stunden sollte nicht mehr gekühlt werden, da das Kühlen dann den Heilungsprozess eher verlangsamen kann.

Schlafen mit leicht erhöhtem Kopf – zum Beispiel mit einem zusätzlichen Kissen – hilft ebenfalls, die Schwellung zu reduzieren, da überschüssige Gewebsflüssigkeit besser ablaufen kann.

Die Schwellung klingt bei den meisten Patienten nach fünf bis sieben Tagen deutlich ab. Bei grösseren Eingriffen oder wenn mehrere Weisheitszähne gleichzeitig entfernt wurden, kann die Schwellung auch etwas länger anhalten. Sollte die Schwellung nach einer Woche zunehmen statt abnehmen, verbunden mit starken Schmerzen, Fieber oder einem schlechten Geschmack im Mund, sollte umgehend die Praxis kontaktiert werden – diese Zeichen können auf eine Entzündung oder Infektion hinweisen, die behandelt werden muss.

Die trockene Alveole (medizinisch: Alveolitis sicca oder Dry Socket) ist eine der häufigsten Komplikationen nach einer Weisheitszahnentfernung und bereitet betroffenen Patienten erhebliche Beschwerden. Es ist wichtig, diese Komplikation frühzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren.

Nach einer Zahnentfernung bildet sich in der Zahnalveole (der Knochenhöhle, in der der Zahn sass) ein Blutkoagel – ein schützendes Blutgerinnsel, das die Wunde bedeckt und die Heilung einleitet. Wenn dieser Blutkoagel zu früh herausgelöst wird oder sich nicht bildet, liegt der Kieferknochen ungeschützt frei – das nennt man eine trockene Alveole.

Die typischen Symptome der trockenen Alveole sind: starke, bohrende oder pulsierendem Schmerzen im Bereich der Extraktionsstelle, die drei bis fünf Tage nach dem Eingriff auftreten – also genau dann, wenn die normalen postoperativen Schmerzen eigentlich abnehmen sollten. Die Schmerzen können in Ohr, Schläfe oder Hals ausstrahlen. Oft ist auch ein unangenehmer Geruch oder Geschmack im Mund wahrzunehmen, und beim Blick in den Spiegel sieht man eine weisslich-graue, leere Alveole statt einem dunklen Blutkoagel.

Risikofaktoren für eine trockene Alveole sind: Rauchen (bereits eine Zigarette in den ersten Tagen nach dem Eingriff erhöht das Risiko erheblich), das Trinken durch einen Strohhalm, starkes Spülen des Mundes in den ersten 24 Stunden, schlechte Mundhygiene und Östrogenpräparate (z. B. die Antibabypille, die die Blutgerinnung beeinflussen kann).

Bei Verdacht auf eine trockene Alveole sollten Sie umgehend Ihre Zahnarztpraxis kontaktieren. Die Behandlung ist unkompliziert: Der Zahnarzt reinigt die Alveole sanft und legt eine medikamentöse Einlage ein, die den Schmerz lindert und die Heilung fördert. Diese muss in der Regel nach einigen Tagen gewechselt werden.

Die Frage, wann man nach der Weisheitszahnentfernung wieder Sport treiben darf, stellen besonders aktive Patienten häufig bereits vor dem Eingriff – und die Antwort ist eindeutig: In den ersten Tagen sollte man sich mit körperlicher Aktivität zurückhalten.

Warum ist Sport nach der Weisheitszahnentfernung problematisch? Bei körperlicher Anstrengung steigen Herzfrequenz und Blutdruck. Das kann dazu führen, dass die frisch gebildeten Blutkoagel in der Wunde destabilisiert oder herausgespült werden – mit dem Risiko einer Nachblutung oder einer trockenen Alveole. Ausserdem steigert intensiver Sport die Entzündungsreaktion und kann Schwellungen und Schmerzen verstärken.

Als allgemeine Faustregel gilt: In den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Eingriff sollten Sie vollständig auf jegliche sportliche Aktivität verzichten. Dazu zählen nicht nur intensiver Ausdauersport oder Krafttraining, sondern auch anstrengende Gartenarbeit, schnelles Treppensteigen oder andere körperliche Belastungen.

Nach drei bis fünf Tagen können die meisten Patienten mit leichten Aktivitäten wie einem entspannten Spaziergang wieder beginnen – sofern keine starken Schmerzen, Schwellungen oder Nachblutungen bestehen. Intensiverer Sport wie Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Krafttraining sollte frühestens nach einer Woche wieder aufgenommen werden – und auch dann schrittweise und auf das eigene Wohlbefinden hörend.

Kontaktsportarten wie Fussball, Kampfsport oder Basketball sollten aufgrund des Verletzungsrisikos mindestens zwei Wochen pausiert werden. Ein unglücklicher Schlag auf den Kiefer in den ersten Wochen nach dem Eingriff könnte die Wundheilung erheblich stören.

Ihr Zahnarzt gibt Ihnen nach dem Eingriff individuelle Empfehlungen, die auf den Umfang der Operation und Ihren persönlichen Heilungsverlauf abgestimmt sind.

Die Fragen, ob die Weisheitszahnentfernung Zähne verschiebt oder umgekehrt den Schneidezähnen wieder mehr Platz verschafft, gehören zu den hartnäckigsten Mythen und Missverständnissen rund um das Thema Weisheitszähne – und sie verdienen eine differenzierte Antwort.

Mythos 1: Weisheitszähne verschieben die Vorderzähne. Viele Menschen glauben, dass die Weisheitszähne beim Durchbrechen Druck auf die hinteren Backenzähne ausüben, der sich als Dominoeffekt bis zu den Schneidezähnen fortpflanzt und diese zusammendrängt. Wissenschaftliche Studien der letzten Jahrzehnte haben diesen Zusammenhang jedoch nicht eindeutig belegen können. Zahnverschiebungen im Frontbereich treten auch bei Menschen auf, die keine Weisheitszähne haben oder bei denen diese bereits früh entfernt wurden. Die Ursachen für Engstände sind vielschichtiger – genetische Faktoren, Kieferwachstum und andere Kräfte spielen eine bedeutendere Rolle.

Mythos 2: Das Entfernen der Weisheitszähne schafft automatisch mehr Platz. Leider nein. Das Entfernen der Weisheitszähne schafft keinen spürbaren Platz im vorderen Zahnbogen. Wer sich erhofft, durch die Weisheitszahnentfernung seine schiefen Vorderzähne zu begradigen, wird enttäuscht sein. Dafür ist eine kieferorthopädische Behandlung notwendig.

Was jedoch stimmt: Vollständig retinierte oder quer liegende Weisheitszähne können mechanischen Druck auf den Nachbarzahn (den zweiten Molaren) ausüben und diesen schädigen oder verschieben – und das ist ein guter Grund, solche Zähne prophylaktisch zu entfernen. Die Entfernung schützt in diesem Fall den Nachbarzahn, verhindert aber keine Engstände im Frontbereich. Ihr Zahnarzt klärt Sie individuell auf, ob und warum in Ihrem Fall eine Entfernung sinnvoll ist.

Die Mundhygiene nach der Weisheitszahnentfernung ist ein heikles Thema: Einerseits ist saubere Mundhygiene entscheidend, um Infektionen zu verhindern. Andererseits kann zu aggressives Reinigen in den ersten Tagen den Blutkoagel in der Wunde stören und Komplikationen verursachen. Der richtige Mittelweg ist gefragt.

In den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff sollte der Mundbereich möglichst in Ruhe gelassen werden. Kein Spülen, kein Gurgeln und kein starkes Ausspülen des Mundes. Das Ausspülen erzeugt Druck, der den frischen Blutkoagel destabilisieren kann. Auch das Zähneputzen sollte in den ersten Stunden nur in den Bereichen weit entfernt von der Wunde stattfinden.

Ab dem zweiten Tag können Sie wieder vorsichtig mit dem Reinigen der Wundregion beginnen. Empfohlen wird ein sanftes Spülen mit lauwarmer Kochsalzlösung (ein halber Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmes Wasser) – nicht aktiv gurgeln, sondern das Wasser sanft im Mund bewegen und auslaufen lassen. Diese Spülung sollte mehrmals täglich, besonders nach den Mahlzeiten, durchgeführt werden und unterstützt die Wundheilung durch ihre desinfizierende Wirkung.

Das Zähneputzen der übrigen Zähne kann ab dem zweiten Tag wieder normal aufgenommen werden – verwenden Sie eine weiche Zahnbürste und vermeiden Sie das direkte Putzen auf und rund um die Wunde, bis diese ausreichend abgeheilt ist. Mit der Zeit können Sie die Wundregion wieder zunehmend in die Putzer-Routine einbeziehen.

Ihr Zahnarzt kann auch eine antiseptische Mundspülung (z. B. mit Chlorhexidin) empfehlen, die die Keimzahl in der Mundhöhle reduziert und Infektionen vorbeugt. Verwenden Sie diese nur so, wie vom Zahnarzt angewiesen – Chlorhexidin kann bei Daueranwendung Verfärbungen der Zähne verursachen.

Nicht jede Weisheitszahnentfernung ist gleich – und viele Patienten fragen sich, was der Unterschied zwischen einer einfachen Zahnentfernung und einer operativen Weisheitszahnentfernung ist. Die Antwort hängt von der Lage, dem Durchbruchsgrad und der Wurzelstruktur des Weisheitszahns ab.

Eine einfache (nicht-chirurgische) Zahnentfernung ist möglich, wenn der Weisheitszahn vollständig durchgebrochen ist und aufrecht im Kiefer steht. In diesem Fall kann der Zahn wie jeder andere Zahn mit speziellen Zangen und Hebeln gelockert und herausgelöst werden. Der Eingriff ist verhältnismässig schnell, die Heilung unkompliziert und der operative Aufwand gering.

Eine operative Weisheitszahnentfernung ist notwendig, wenn der Zahn teilweise oder vollständig im Kiefer verborgen (retiniert) liegt, schief steht, quer liegt oder tief im Knochen verankert ist. In diesen Fällen muss der Zahnarzt oder Oralchirurg zunächst das Zahnfleisch aufschneiden und wenn nötig Kieferknochen abtragen, um den Zahn freizulegen. Häufig wird der Zahn in mehrere Teile zerlegt, um ihn schonend aus dem Knochen herauszulösen. Abschliessend wird die Wunde mit Nähten verschlossen.

Die operative Entfernung ist anspruchsvoller und erfordert mehr Erfahrung und Ausrüstung – sie verursacht in der Regel auch etwas mehr Schwellung und längere Heilungszeit als eine einfache Extraktion. Sie ist jedoch sicher und bei erfahrenen Behandlern ein Routineeingriff.

Welche Methode notwendig ist, lässt sich anhand eines Panoramaröntgenbilds oder eines 3D-DVT beurteilen, das die genaue Lage des Weisheitszahns, seine Wurzelform und seine Nähe zu wichtigen Strukturen (wie dem Nervus alveolaris inferior im Unterkiefer) zeigt. Auf dieser Grundlage erstellt Ihr Zahnarzt oder Oralchirurg eine individuelle Planung und bespricht mit Ihnen, welcher Eingriff notwendig ist.